
„Film Noir“, Osbert Parker © animate!
Das Kurzfilmfestival Brief Encounters und das Animationsfilmfestival Animated Encounters, die bisher unabhängig voneinander im Kulturzentrum Watershed in Bristol statt fanden, haben sich zusammengeschlossen. Das neue gemeinsame Festival findet ab 2006 (21. - 26. November) unter dem Titel Encounters Short Film Festival statt.
Nach dem Zusammenschluss bleiben frühere Programmreihen der beiden Festivals wie der Animation Industry Day und die Brief Film School erhalten. Als neuer und nahe liegender Schwerpunkt in der Programmphilosophie des fusionierten Festivals gehört die besondere Berücksichtigung von Filmen, in denen Grenzen zwischen Animation und Live-Action-Film überschritten werden - eine aktuelle Tendenz im Kurzfilmschaffen, die in Zukunft aufgrund neuer technischer Möglichkeiten noch an Bedeutung gewinnen wird.
Das neue Encounters Short Film Festivals wird organisiert von Mitarbeitern beziehungsweise von Personen aus dem Umfeld von BBC, ITV, Film London, South West Screen, DreamWorks, Aardman Animations, GWR Radio, Watershed Media Centre, University of Bristol und der University of West England.
Im November lehnte die Abteilung Education, Audiovisual and Culture Executive Agency des MEDIA-Programms der Europäischen Union gleich zwei Förderanträge der Europäischen European Coordination of Film Festivals (ECFF) ab. Der erste Antrag betrifft den Aktionsplan der ECFF für 2007 und der zweite Antrag das Projekt Third Countries 2007.
Die Ablehnungen wurden im Ablehnungsschreiben nur in knappen Worten begründet. Tenor: der Aktionsplan sei nicht kosteneffektiv genug und der Projektantrag sei zu schwach, um den Förderkriterien stand zu halten. In beiden Ablehnungsschreiben wird auf vergangene, in den letzten Jahren geförderte Projekte Bezug genommen. Diese seien nicht kosteneffizient durchgeführt beziehungsweise die konkreten Resultate nicht ausreichend nachgewiesen worden.
Da MEDIA sich bereits aus den Projekten des laufenden Jahrs 2006 zurückzog und außerdem ein Hauptsponsor abgesprungen ist, sieht sich die ECFF jetzt in einer finanziell untragbaren Situation. Obwohl bereits 2 von 4 Mitarbeitern im Brüsseler Büro gekündigt wurde und sich die Mitgliedsfestivals bereit erklärten einen einmalig erhöhten Mitgliedsbeitrag zu zahlen, steht nun, nach der Ablehnung der Anträge 2007, die Existenz der European Coordination of Film Festivals auf dem Spiel.
Die ECFF hat deshalb für den 16. Dezember eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Nach einem Gespräch das zwischenzeitlich in Brüssel stattfand hat sich MEDIA bereit erklärt, die noch ausstehenden 50.000 Euro für 2006 auszuzahlen. Für 2007 bleibt die Ablehnung aller Anträge aber bestehen, für 2008 solle die ECFF doch wieder einen Antrag stellen.
Auf Initiative des Festival Européen du Film Court de Brest gibt es eine Petition zum Erhalt der Coordination, in der auch die bisherigen Aktivitäten der ECFF in Englisch und Französisch beschrieben werden:

R.A.D.I. Screenshot ©www.agencecm.com
Die französische Kurzfilmagentur in Paris bietet den Mitgliedskinos im alternativen Abspielverbund RADI ein neues Hilfsmittel für die Auswahl und Programmierung von Kurzfilmen an. Seit September ist der RADI-Verleihkatalog als Datenbank online. Die Stichwortsuche mit 60 verschiedenen Auswahlkriterien hilft den Kinomachern bei der Suche nach passenden Kurzfilmen unter den 250 internationalen und französischen Kurzfilmen im Repertoire der Kurzfilmagentur.
RADI (Réseau Alternatif de DIffusion) wurde 1989 mit Hilfe des Centre national de la Cinématographie von der Kurzfilmagentur gegründet. Kinos, die RADI beitreten, können sich gegen eine jährliche Gebühr von 1.200 Euro für jeden Spielfilm einen passenden Kurzfilm aus dem Verleihkatalog der Agentur auswählen. Mehr als 260 Kinos nehmen inzwischen das Angebot wahr. Dieses Modell war Vorbild für das Kurzfilm-Abo der Kurzfilmagentur Hamburg, die aber vor den französischen Kollegen einen Verleihkatalog online stellten und hierfür im Jahr 2005 einen Innovationspreis erhielten.
Kontakt: Karim Allag - k.allag
agencecm.com
Quelle: www.agencecm.com

„The Wind“ von Eija-Liisa Ahtila © Crystal Eye Ltd./ courtesy of Marian Goodman Gallery
Noch bis zum 5. Februar 2007 stellt die Media Gallery im Museum of Modern Art als erstes New Yorker Museum eine Arbeit der finnischen Künstlerin Eija-Liisa Ahtila aus: „The Wind“ ist ein 14-minütiger Film, der als Installation auf 3 Leinwänden präsentiert wird. Zugleich ist „The Wind“ eine von fünf Episoden in Ahtilas abendfüllendem 35mm-Film „Love Is a Treasure“, der ebenfalls gezeigt wird.
Über die Künstlerin und ihre Arbeit schreibt der MoMa-Kurator Laurence Kardish: »Eija-Liisa Ahtila, eine finnische Medienkünstlerin, deren Arbeiten sowohl in Kinos als auch in Galerien gezeigt werden, untersucht die Ängste und emotionalen Unwägbarkeiten von Frauen, die ihre Umgebungen als fremd empfinden (...) „The Wind“ bietet simultane Perspektiven eines Nervenzusammenbruchs: eine verwirrte und zornige junge Frau lädt gewissermaßen einen Sturm ein, der alles in ihrer Wohnung zerstört«.

Bill Gajda, Robert Redford & John Cooper © GSM Association Press Release
Die Organisatoren des Sundance Film Festivals gaben gemeinsam mit der GSM Association, dem internationalen Handelsverband der Mobilfunkbetreiber, bekannt, in einem gemeinsamen Pilotprojekt den Auftrag für fünf Kurzfilme erteilt zu haben, die exklusiv für die Ausstrahlung über Mobiltelefone konzipiert sind.
Die für das „Global Short Film Project“ beauftragten Filmemacher sind Jonathan Dayton und Valerie Faris, Justin Lin, Maria Maggenti, Cory McAbee und Jody - alles unabhängige Filmemacher, die bereits auf dem Sundance Festival mit Arbeiten vertreten waren.
Die Kurzfilme sollen zur Eröffnung des 3GSM World Congress in Barcelona am 12. Februar 2007 ihre Premiere haben und anschließend in Kooperation mit Mobilfunk-Netzbetreibern dem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.
»Das Mobiltelefon entwickelt sich rapide zum vierten Bildschirm-Medium nach dem Fernsehen, dem Kino und dem Computer«, sagte der Präsident und Gründer des Sundance Institute, Robert Redford. »Wir sind der Ansicht, dieses Experiment verkörpert optimal unser bereits ein viertel Jahrhundert andauerndes Engagement für die Erforschung neuer Plattformen, die die Reichweite unabhängiger Filmemacher vergrößern«.
GSM: www.gsmworld.com
Sundance: www2.sundance.org

„Peter and the Wolf“ ©Semafor
Der neueste Animationsfilm der britischen Royal-College-of-Art-Absolventin Suzie Templeton, "Peter und der Wolf", hatte am 23. September in der Royal Albert Hall Premiere. Der halbstündige Puppentrickfilm ist eine visuelle Adaption von Prokofjews gleichnamigen Tongemälde. Die Musik des Films wurde vom Londoner Philharmonia Orchestra eingespielt. Suzie Templeton wurde durch die international erfolgreichen Kurzfilme "Stanley" (1999) und "Dog" (2001) bekannt.
Produzent des neuen Films von Suzie Templeton ist BreakThru Films, die unter anderem auch den erfolgreichen Kurzspielfilm "The Most Beautiful Man in the World" von Alicia Duffy produziert haben. "Peter und der Wolf" entstand im renommierten Semafor-Studio in Lodz. Neben der TV- und DVD-Auswertung soll der Film weltweit in Konzerthäusern mit Live-Musik aufgeführt werden.
Filmseite der Produktion: www.breakthrufilms.co.uk/prod.htm
Das spanisch-sprachige Unterhaltungsportal des amerikanischen Internet-Providers AOL veranstaltet einen viermonatigen Online Filmwettbewerb für Kurzfilme. Teilnehmen können Kurzfilme mit Latino-Themen oder Filme von spanisch-sprachigen Filmemacher. Die Filme werden im wöchentlichen Wechsel online gestellt. Die sechszehn beim Publikum beliebtesten Filme können an einer Semi-Finalrunde teilnehmen. Die fünf ranghöchsten Filme haben dann in der Schlußrunde die Chance auf eine Prämie von $5,000 und einen Termin bei einem großen Filmproduzenten.
Laut AOL Latino soll das Festival spanisch-sprachigen Filmemachern einen Zugang zur Filmindustrie verschaffen. Während Hollywood sich gegenwärtig zwar hispanischen Schauspielern öffne, seien Latinos im Produktions- und Programmbereich hingegen noch unterrepräsentiert.
Gegenwärtig ist die Teilnahme auf Filmemacher aus den USA, Kanada und Lateinamerika beschränkt. Für die Zukunft überlege man jedoch die Öffnung für internationale AOL-Abonnenten.
Quelle: Withoutabox Newsletter

„From Beirut to ...“ © Samidoun
Das Filmkollektiv Beirut DC aus Beirut richtet sich mit einer vier-minütigen Videobotschaft "From Beirut to... those who love us" an die internationale Gemeinschaft. Die Videobotschaft macht mit alternativen Bildern eindringlich auf die Situation der Menschen im Libanon aufmerksam. Beirut DC ruft dazu auf, den Videobrief nicht-kommerzielle in Kinos, Kulturzentren, Museen und Galerien, auf politischen und kulturellen Veranstaltungen zum Krieg im Libanon zu zeigen.
Beirut DC ist Mitglied des Graswurzel-Netzwerkes Samidoun, das direkt nach Kriegsausbruch gegründet wurde und die ersten Notunterkünfte für Flüchtlinge in Beirut eingerichtet hat. Samidoun versorgte mehr als 10.000 Flüchtlinge in 31 Schulen und 2.000 Flüchtlinge, die bei Gastfamilien untergebracht wurden.
"From Beirut to... those who love us" kann unter unten angegebenen URL gesichtet werden. Dort kann auch eine DVD mit englischen und französischen Untertiteln bestellt werden (deutsche, spanische und italienische Untertitel stehen in Kürze zur Verfügung.)
Kontakt: info@beirutletters.org

Placement Cinéma Rif ©CDT
Die Anfang 2006 neu gegründete Kinemathek in Tanger eröffnete im Oktober ihr eigenes Kino - das traditionsreiche, komplett erneuerte "Cinéma Rif" am Grand Socco im Zentrum der Altstadt.
Die Cinémath?que de Tanger (CDT) ist eine gemeinnützige Organisation mit dem Ziel sowohl der Sammlung und Sichtbarmachung des bisher weitgehend unbekannten Filmerbe Marokkos als auch der Vermittlung internationaler Filmgeschichte. Zu den Schwerpunkten der CDT gehören auch die Bereiche Dokumentarfilm, Videokunst und Experimentalfilm. Hiermit möchte die CDT zum Brennpunkt der Filmkultur in Nord-Afrika werden. Zu den ambitionierten Zielen gehört auch die Absicht als Filmverleiher aufzutreten und das im Sommer 2006 renovierte Kino Rif als wichtigstes Erstaufführungstheater für internationale Filme in Marokko zu etablieren.
Die Cinémath?que de Tanger startete ihr öffentliches Programm am 21. Oktober mit dem internationalen Dokumentarfilm-Workshop "Doc Maroc".
URL: www.cinemathequedetanger.com
Der Bundesverband Jugend und Film e.V. (BJF) hat nach einjähriger Probezeit ein Festival-Einreichportal für junge Filmemacher online gestellt. Ähnlich der Einreichplattform "reelport", aber ohne Streaming-Möglichkeit und Vertriebsplattform, können bei "filmfestivals4u" Filme registriert werden, die dann ‚per Knopfdruck’ gleich bei mehreren Festivals angemeldet werden können. Die Plattform richtet sich an Filmemacher bis zum Alter von 27 Jahren, die noch nicht gewerblich Filme produzieren.
Hinter dem Einreichportal steckt eine FileMaker-Datenbank, die Angaben wie Alter, Filmlänge, Herkunftsland und vieles mehr mit den Teilnahmebedingungen von Festivals vergleicht und dann eine Liste geeigneter Festivals generiert. Das lästige Ausfüllen von unterschiedlichen Ausschreibungen per Hand entfällt damit ebenso wie das zeitaufwändige Erfassen der Daten auf Seiten des Festivals. Bei einer Anmeldung wird parallel ein Begleitformular zum Versand des Sichtungsträgers ausgedruckt und werden die Daten elektronisch weitergeleitet.
Der BJF bietet diesen Service auf Veranstalterseite allen Nachwuchsfilmfestivals, ob regional, national oder international an, die vorwiegend Arbeiten von jungen Filmemachern zeigen. Dabei zahlen die Festivals eine Jahresgebühr (100 Euro für BJF-Mitglieder, 200 Euro für Nichtmitglieder). Die Betreiber bieten den Festivals außerdem Unterstützung bei der Erstellung von Datenbanken für die Filmverwaltung an, die eine nahtlose Übergabe der Daten erlaubt. Zur Zeit beteiligen sich sechs Veranstalter, darunter die Werkstatt für junge Filmer und der Deutsche Jugendvideopreis "Young Media". Ziel der Jungen Filmszene ist es, bis zum Jahresende 30 Festivals in das Einreichportal integriert zu haben. Die Website ist zweisprachig (deutsch/englisch).
Kontakt für Anfragen: Berndt Güntzel-Lingner filmfestivals4u@BJF.info
Seit diesem Jahr gibt es eine neue Datenbank über norwegische Animationsfilme im Netz: Norskanimasjon.no wird vom Foreningen For Animert Film (FFAF), dem norwegischen Animationsfilmverband §§§The Norwegian Animation Association§§§ betrieben. Nach dem Vorbild der Internet Movie Database beruht die Datenbank auf Einträgen von Filmemachern, Produzenten und Ergänzungen durch das Publikum. Frühere Produktionsjahre (ab 1913) wurden auf der Grundlage einer Filmografie des norwegischen Animationsfilms von den Betreibern selbst eingetragen, darunter auch das Gesamtwerk des in Norwegen bekanntesten Trickfilmers Ivo Caprino.
Derzeit umfaßt die Datenbank etwa 500 Titel. Die Filmeinträge enthalten in der Regel alle filmografischen Angaben, aber keine Synopsen oder Kritiken - stattdessen werden die Einträge aber – zum Teil üppig – mit Standbildern illustriert.
Die Website bietet außerdem Rubriken mit Nachrichten, Artikeln und Links sowie ein Diskussionsforum an. Ziel der Initiative ist es die norwegische Animationsfilmszene zu vernetzen und den norwegischen Animationsfilm für alle Interessierten sichtbarer zu machen. Für ausländische Nutzer ist dies allerdings nur eingeschränkt möglich, da die Seiten nicht in eine andere Sprache übersetzt sind.

„Aldrig som första g?ngen“© SFI
Die European Film Academy und UIP gaben am 16. Oktober im Rahmen des Cork Film Festivals die endgültigen Nominierungen für den Kurzfilmpreis 2006 bekannt. Den Prix UIP Cork – als letzter im jährlichen Reigen der UIP-Festival-Preise – erhielt "Aldrig som första g?ngen (Never like the first Time)" von Jonas Odell (S).
Bereits früher wurden auf anderen Festivals folgende Filme nominiert: "Delivery" von Till Nowak (D); "Vincent" von Giulio Ricciarelli (D); "Pistache" von Valérie Pirson; "Meander" von Joke Liberge (B); "El Cerco" von Ricardo Íscar & Nacho Martín (ES); "Before Dawn" von Bálint Kenyeres (H); "For Intérieur" von Patrick Poubel (F); "Sniffer" von Bobbie Peers (N); "By the Kiss" von Yann Gonzalez (F); "Zakaria" von Gianluca De Serio & Massimiliano De Serio (I); "Sretan Put Nedime (Good Luck Nedim)" von Marko Santic (SLO); "The Making of Parts" von Daniel Elliott (UK); "Comme un Air... (It's in the Air...)" von Yohann Gloaguen (F).
Diese Nominierungsliste wird nun den Mitglieder der European Film Academy zur Abstimmung vorgelegt. Die Preisverleihung findet am 2. Dezember in Warschau statt.
Quelle: www.europeanfilmacademy.org

„Solitude Opus 1“ von Kamran Shirdel ©shortfilmnews.com
Seit Juni 2006 berichtet „Short Film News“ in englischer Sprache über den iranischen Kurz- und Dokumentarfilm. Die Website möchte dem internationalen Publikum iranische Kurz-, Experimental- und Dokumentarfilm näher bringen und andererseits im eigenen Land über die Resonanz dieser Filme bei internationalen Ereignissen informieren. Dementsprechend finden sich auf der Website Rubriken mit Filmbeschreibungen, Artikeln und Berichten aus dem eigenen Land sowie Festivalankündigungen und Festival-Nachrichten aus dem Ausland.
Ein weiteres Ziel ist der internationale Austausch. In diesem Rahmen bietet „Short Film News“ Unterstützung bei der Zusammenstellung von Filmprogrammen oder Kontakten zu Filmemachern und Organisationen im Iran an.
In ihrer Selbstdarstellung betont „Short Film News“ die Bedeutung des Kurzfilms im Iran als eine eigenständige Filmform, der zusammen mit dem Dokumentarfilm maßgeblich das unabhängige iranische Kino repräsentiert. „Short Film News“ ist nach eigener Darstellung eine unabhängige, nicht-staatliche Organisation mit Sitz in Teheran. Chefredakteurin ist die Filmemacherin und Autorin Marjan Riahi.

„Venus“ von Ulrike Rosenbach ©imai
Mit der Gründung der gemeinnützigen Stiftung "imai - inter media art institute" soll Düsseldorf zum Sitz eines wegweisenden Projektes für Videokunst werden. Die Stiftung vereint Archiv, Distribution und Forschung und ist, so Oberbürgermeister Joachim Erwin, »in dieser dreifachen Bündelung von Kompetenzen in Deutschland bisher einzigartig«. "imai" will zu einer Schnittstelle internationaler Medienkunst werden. Im Juli 2006 nahm die Stiftung im NRW-Forum am Düsseldorfer Ehrenhof ihre Arbeit auf.
Die Stiftung, die in ihrem Archiv in Düsseldorf über rund 3200 Arbeiten teils international bedeutender Medien- und Videokünstler verfügt, ist eine Initiative der NRW-Landeshauptstadt und der Kölner 235 MEDIA GmbH, deren Vertreter, darunter 235 Media-Gründer Axel Wirths, den Vorstand stellen.
235 MEDIA ist seit 1982 im Verleih und Vertrieb von Videokunst tätig ist und hat sich inzwischen um die Geschäftsfelder Medien- und Ausstellungstechnik erweitert. Durch finanzielle Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und der Kunststiftung NRW konnten die Rechte des 235 Media-Archivs an die imai-Stiftung übertragen werden. Die Arbeiten bilden damit den Grundstock der neuen Sammlung. Dazu gehören unter anderem Werke von Marina Abramovic, Bill Seaman, Woody Vasulka, Klaus vom Bruch, Jochen Gerz und Valie Export - auch, zum Beispiel, ausgewählte Werke von Ulrike Rosenbach, die bislang noch mit 10.000 Euro dotiert von 235 Media angeboten wurden.
Als gemeinnützige Stiftung werde die Einrichtung ihre technischen Kenntnisse und Möglichkeiten zum Erhalt der Arbeiten auch Künstlern, Museen und Sammlern zur Verfügung stellen. Künftig könnten Künstler oder Sammler in den Räumlichkeiten des Archivs im NRW-Forum Düsseldorf ihre Video-Masterbänder »unter optimalen Bedingungen« archivieren lassen.
Die Stiftung imai soll die ihr übertragene Sammlung dauerhaft bewahren, ausbauen und einem breiten Publikum zugänglich machen. Als zentrales Recherche- und Distributionssystem für Kunst mit audiovisuellen Medien soll sie Institutionen der Weiterbildung, Forschung und Lehre zur Verfügung stehen und die audiovisuellen Arbeiten im Sinne der Künstler verbreiten. Die Stiftung soll zu einer Schnittstelle internationaler Medienkunst werden.
Zur Stiftung gehört auch das MedienKunstArchiv, eine Online-Datenbank, die Künstlervideos erstmalig in voller Länge zu Hause am PC abrufbar machen wird. Die Videos werden - in reduzierter Qualität und durch „Wasserzeichen“ gesichert - in den Online-Katalog eingestellt. Kommentiert durch Metadaten werden die Arbeiten so weltweit recherchierbar. Außerdem sind die Arbeiten bereits jetzt an öffentlichen Rechercheplätzen in den Räumen der Stiftung zugänglich.
Mit imai gibt es in der Geschichte der Videokunst erstmals auch in Deutschland eine öffentliche Institution, die sich dem Vertrieb und der Vermittlung von Medienkunst widmet - eine Aufgabe, die privatwirtschaftlich nicht kostendeckend geleistet werden kann.
Quellen: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Düsseldorf / imai
Kontakt: imai - inter media art institute
Stiftungsleitung: Sandra Thomas, Alexandra Wessels
Ehrenhof 2
D-40479 Düsseldorf
Tel: +49 (0)211 2370999-61
E-Mail: info@imaionline.org

„Day Dream Believer“ von Anders B. Madsen ©Bibcast
Dänemarks größte öffentliche Bibliotheken testen in einem gemeinsamen Pilotprojekt die Möglichkeiten der Verbreitung von Filmen als Video on Demand. Unter der Leitung der ?rhus Kommunes Biblioteker wurde BIBCAST ins Leben gerufen. Neben dem Test von Video-on-Demand in digitalen Netzen als solchem verfolgt das Pilotprojekt fünf weitere Ziele: 1. die Gestaltung von Standardverträgen über digitale Filmrechte für Bibliotheken. 2. die Entwicklung eines gültigen Zahlungssystems zugunsten von Distributoren und Produzenten in Kooperation mit den betreffenden Verbänden. 3. die Etablierung zeitgemäßer Erlebnis-Center für visuelle Medien in öffentlichen Bibliotheken. 4. ein Ausleihsystems von Filmen und Fernsehsendungen für Privathaushalte, und, 5. ein Roll-out-Plan für die Einbindung der übrigen Bibliotheken in Dänemark.
Im Rahmen des Pilotprojekts bietet BIBCAST Kurzfilme an, die aus rechtlichen Gründen derzeit nur in den Räumen der teilnehmenden Bibliotheken gesehen werden können. Nach den Sommerferien wird aber - zunächst nur in vier Städten - den Inhabern eines Benutzerausweises der teilnehmenden Bibliotheken der kostenlose Internetzugang zu etwa 25 Kurz- und Dokumentarfilmen angeboten. Derzeit bietet BIBCAST neben Spiel- und Unterrichtsfilmen etwa 50 Kurzfilme zur Auswahl an. 20 davon steuerte das schwedische Kurzfilmportal glimz.net bei. Die übrigen Filme stammen von dänischen Produzenten, aber auch von ausländischen Vertrieben.
Quelle: http://www.bibcast.dk
Als neue Initiative im Rahmen des Nordisk Panorama 2006 in Aarhus organisiert Filmkontakt Nord (Kopenhagen) am 24. September 2006 einen nordischen Kurzfilmtag. Nach dem Vorbild des Forums für Dokumentarfilm „Nordisk Forum“ soll diese Veranstaltung auch der Kurzfilmbranche eine Plattform für den kreativen Austausch untereinander ermöglichen.
Zur Teilnahme am Nordisk Short Film Circle ist die gesamte nordische Kurzfilmszene aufgerufen. Die Veranstalter haben eine Reihe von Themen und Gesprächen vorbereitet, zu denen auch Vertreter aus dem Ausland eingeladen wurden: Sue Biely (The Nimble Company, Canada) spricht über Kurzfilm und den globalen Markt. Vinca Wiedemann (New Danish Screen) über Kurzfilm als Labor für die Entwicklung neuer Talente. Die Filmförderer und Auftraggeber Ulla Simonen (AVEK, Finland), Miia Haavisto (Finnish Film Foundation) und Sari Volanen (YLE TV1) diskutieren über die Ausschreibung von Wettbewerben als Auswahlmethode für Kurzfilmprojekte hoher Qualität. Anne-Marie Söhrman Fermelin (Swedish Film Institute) stellt Strategien vor mit Kurzspielfilmen im Rahmen der Reihe „Svensk Novellfilm“ Fernsehzuschauer für den Kurzfilm zu gewinnen. Toril Simonsen (Norwegian Film Institute) analysiert die Erfolgsgeschichte norwegischer Kurzfilme auf internationalen Festivals. Vertreter des Icelandic Film Centre berichten über die neue, aufstrebende Generation isländischer Kurzfilmmacher.
Falls die Veranstaltung ein Erfolg ist, plant Nordisk Panorama den nordischen Kurzfilmtag als ständige Einrichtung in Zukunft jährlich mit wechselnden Themen und Schwerpunkten fortzuführen.
Quelle: Filmkontakt Nord
Aus den Anträgen zum Aufruf 6/2005 wurden 63 europäische Festivals ausgewählt und werden in diesem Jahr mit insgesamt 1.432.100 Euro unterstützt. Darunter waren auch folgende Kurzfilmfestivals: MECAL Barcelona (15.000 Euro), MIlano Film Festival (15.000 Euro), Festival du film de Vendôme (15.000 Euro), Imago Fund?o (19.000 Euro), Festival Européene du Film Court Brest (32.000 Euro), Brief Encounters Bristol (10.000 Euro), Filmfest Dresden (35.000 Euro), Interfilm Berlin (28.000 Euro), Cracow Film Festival (20.000 Euro), Uppsala Int. Short Film Festival (25.000 Euro) und Tampere Film Festival (35.000 Euro).
Quelle: MEDIA Infomail 48, Juli 2006

„Sister“ Daniel Mulloy ©MSfilmfest.com
Seit 9 Jahren zeigen die Organisatoren des Manhattan Short Film Festival im Union Square Park von New York jährlich eine Auswahl internationaler Kurzfilme und lassen diese vom Publikum bewerten. Voriges Jahr wurden die zwölf Finalisten des Wettbewerbs außerdem landesweit an über 50 Veranstaltungsorten gezeigt und vom lokalen Publikum bewertet.
Dieses Konzept soll anlässlich des 9th Annual Manhattan Short Film Festivals auch auf andere Länder ausgedehnt werden. Hierfür suchen die Organisatoren Partner in Kanada und Europa. Interessierte Veranstalter erhalten für ihre Vorführungen, die weltweit gleichzeitig zwischen dem 14. und 23. September stattfinden, zwei DVDs mit je 6 Kurzfilmen, einheitliche Stimmzettel und Werbematerial. Innerhalb dieser Periode dürfen die lokalen Veranstalter das Programm beliebig oft wiederholen. Hierfür verlangen die Organisatoren von den lokalen Veranstaltern 50% der Bruttoeintrittseinnahmen.
Zu den dieses Jahr nominierten Filmen gehören unter anderen „Sister“ (Daniel Mulloy, UK), „Ten Steps“ (Brendan Muldowney, Ireland), „La ruta natural“ (Alex Pastor, ES) und „Everything Goes“ (Andrew Kotatko). Interessierte Veranstalter können sich an Nicholas Mason vom Manhattan Short Film Festival wenden.
Kontakt: Nick
MSfilmfest.com
Die plan_b media AG, Köln, beliefert T-Mobile in Deutschland und Österreich mit dem neuen Mobile TV Kanal ShortCuts TV. Der Kanal präsentiert preisgekrönte, internationale Kurzfilme aus den Genres Comedy, Drama, Animation und Thriller. Der Kunde kann die Filme via UMTS auf sein Handy laden. Die Übertragung von Bild und Ton erfolgt im Streaming-Verfahren.
Dr. Holger Sprengel, Managing Director plan_b media, über den neuen Kanal und die Möglichkeiten: »Kurzfilme sind der geeignete Inhalt für kurzweiliges Mobile Entertainment, zumal wir mit Oscar-preisgekrönten Filmen ein anspruchsvolles und vielseitiges Programm bieten. Dass wir mit T-Mobile einen führenden Anbieter in Deutschland und Österreich für ShortCuts TV begeistern können, spricht für die hohe Qualität des Formats. Wir freuen uns auf den Roll-out in die internationale T-Mobile Gruppe.«
Der Kanal wird konzipiert und programmiert von Lizenzgeber Mango TV mobile S.L. in Barcelona. plan_b media hat die exklusiven Vertriebsrechte des Programms im deutschsprachigen Raum von ohm:tv übernommen. Darüber hinaus ist der zusätzliche Kurzfilm-Kanal SHORTZ! sowie der Lifestyle Sender Mango TV mobile im Angebot. Weitere Channels werden derzeit entwickelt.
Quelle: Pressemitteilung plan_b media

„Cashback“ © Magnolia Pictures
Ein Vertrag zwischen Shorts International (UK) und dem amerikanischen Verleih Magnolia Pictures macht es möglich, dass die diesjährigen Oscar-Gewinner in der Kategorie Live Action Shorts bei iTunes heruntergeladen werden können. Eine Auswertung in britischen Kinos und eine internationale DVD-Ausgabe sollen folgen. Die Filme "Six Shooter", "The Last Farm", "Cashback", "Our Time Is Up", und "Ausreißer" sind bei iTunes für $1.99 erhältlich.
Bisher waren dort nur Kurzfilme von Disney und Pixar erhältlich. Disney selbst beabsichtigt laut einer Meldung im Unofficial Apple Weblog „tuaw.com“ im Sommer dieses Jahres alle Animations-Oscar-Gewinner aus der eigenen Produktion, wie etwa „Three Little Pigs“, im iTunes Store anzubieten.

„Love Me or Leave Me Alone“ © British Council
Der UK Film Council hat in einer Pressemitteilung vom April 2006 eine deutliche Verstärkung seines Kurzfilm-Engagements angekündigt. Es wurden Fördermittel aus drei Programmen zugeteilt, die zum Teil auf früheren Aktivitäten aufbauen: „Digital Shorts Plus“, „Cinema Extreme“ und Kurzfilmförderungen im Rahmen des Completion Fund.
„Digital Shorts Plus“ ist als professionelle Verlängerung von „Digital Shorts“ angelegt und soll früheren Teilnehmern neue Projekte mit höheren Budgets ermöglichen. Hierfür können bis zu ?20,000 Förderung gewährt werden. Sechs Projekten wurden bereits je ?10,000 zugesagt.
„Cinema Extreme“ wird vom UK Film Council aus dem New Cinema Fund gemeinsam mit FilmFour finanziert und innovative Filmformen fördern. Im Rahmen dieses Programms wurden aktuell drei Projekte mit jeweils ?25,000 gefördert - unter anderem ein neuer Film von Simon Ellis. Zu den früheren Empfängern gehören unter anderem Andrea Arnold („Wasp") und Duane Hopkins („Love Me or Leave Me Alone“).
Im Rahmen des Completion Fund werden knapp ?60,000 für die Postproduktion von zehn Kurzfilmen zur Verfügung gestellt, darunter Daniel Mulloy für die Fertigstellung von „Dad“ und Gareth Lewis für „Normal for Norfolk“.
Eine britische Besonderheit, zumindest seit Gründung des zentralen UK Film Council, der frühere Fördereinrichtungen ablöste, aber insbesondere im unabhängigen, künstlerischen Sektor noch nicht zufrieden stellend ersetzt, ist die Delegation des Fördermanagements an Privatunternehmen aus der Branche. So wird „Digital Shorts Plus“ von der Produktionsfirma Lifesize Pictures (Sheffield), „Cinema Extreme“ von The Bureau (London) und der Completion Fund von Lifesize und Maya Vision International (London) organisiert. Zur Durchführung der Kurzfilm-Förderprogramme erhielt Lifesize in der gleichen Förderrunde eine Zuwendung in Höhe von ?163,000. Insgesamt werden laut British Council für Kurzfilm ?676,000 zur Verfügung gestellt. Die Mittel stammen aus Einnahmen der National Lottery.
Quelle: www.ukfilmcouncil.org.uk / www.britfilms.com
Im Rahmen seiner Eröffnungsrede bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen hat der Staatssekretär für Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen, Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, die Zusammenlegung der beiden internationalen Frauenfilmfestivals in Köln und Dortmund offiziell bekannt gegeben.
Der Zusammenlegung, die vom Land betrieben wurde, gingen Bemühungen voraus mit Hilfe einer stärkeren Förderung durch die jeweiligen Städte die Existenz beider Festivals zu sichern. Da dies nicht gelang wird ab sofort jährlich nur ein Frauenfilmfestival an wechselnden Orten stattfinden.
Das erste Internationale Frauenfilmfestival wird vom 11. bis 15. Oktober in Köln stattfinden. Im April 2007 folgt dann die zweite Ausgabe in Dortmund.
Das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund | Köln präsentiert Kurz- und Langfilme aller Genres, die unter der Regie von Frauen entstanden sind. Das Festival verleiht den Debüt-Preis HORIZONTE, bietet Specials, diskutiert aktuelle Themen und ist ein Forum für Regisseurinnen, Fachpublikum und FilmliebhaberInnen aus aller Welt.
Mit der Zusammenlegung wurde der Anmeldeschluss für das erste Festival in Köln bekannt gegeben, es ist bereits der 1. Juni 2006!
Kontakt: www.feminale.de

„Flukten"© Norsk Kortfilmfestivalen
Zum Abschluss ihrer dreijährigen Amtsperiode als Kurzfilm-Konsulentin teilte Sirin Eide mit, daß in Norwegen im Jahr 2005 zehn Millionen Kronen (ca. 1,25 Mio Euro) zur Förderung des Kurzfilms ausgegeben wurden. Dies sind etwa 1 Mio NOK mehr als im Vorjahr. Der größte Teil (9,3 Mio) wurde als Produktionsförderung vergeben. Gefördert wurden 34 Filme mit Zuschüssen zwischen 10.000 und 750.000 NOK. Die teuerste Produktion des Jahres 2005 war "Bawke (Flukten)" von Hisham Zaman mit einem Gesamtbudget von 935.000 NOK.
Die norwegische Filmförderung verwaltete 2005 10 Mio NOK mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2006 sollen zusätzlich 14 Mio NOK für den Film bewilligt werden. Zu den Begünstigten gehört auch das norwegische Kurzfilm-Festival Grimstad. Die institutionelle Förderung des Kortfilmfestival wurde um 500.000 auf 2.000.000 Mio NOK erhöht (ca. 250.000 Euro).
Wie Staatsminister Stoltenberg Anfang diesen Jahres mitteilte, soll das Kurzfilmfestival in Grimstad den Status einer zentralen nationalen Institution ("nasjonal knutepunktinstitusion") erhalten. Dem Vorstand dieser Institution werden, neben staatlichen Vertretern, die Produzentin Helga Fjordholm und der Künstler Per Platou als Vertreter des Kurzfilmfestivals angehören.
Quelle: Norsk filmfond/Kultur- og Kirkedepartementet

Screenshot © pixoff.net
Seit Februar 2002 ist die finnische Kurzfilm-Plattform Pixoff.net online. Pixoff bietet Kurzfilmemachern und Medienkünstlern die Möglichkeit ihre Arbeiten im Internet vorzustellen. Pixoff ist als Filmdatenbank mit verschiedenen Suchoptionen konzipiert, in der es zu jedem der eingetragenen Filme Datensätze mit Informationen über die Arbeit und den Autor, ein Forum mit Zuschauerkommentaren, Nutzerstatistiken sowie Kontaktformulare für Feedback und Networking gibt.
Die Digitalisierung, das Hosting und die Veröffentlichung der Filme ist kostenlos. Die Rechte an den Filmen bleiben bei den Autoren. Die Filme werden für verschiedene Bandbreiten im Windows Media Player Format gestreamt. Teilnehmen kann jeder finnische Filmemacher. Außer technischen Mindestanforderungen für die Masters gibt es lediglich Beschränkungen bezüglich der Länge (bis 60 Minuten) und der Genre (keine Musikvideos).
Pixoff.net wird von der Produktionsfirma Provisual Oy in Kooperation mit Partner aus dem Technologie- und Kultursektor produziert und betrieben. Zu den Partnern gehört unter anderem POEM - das Northern Film and Media Center. Hauptförderer ist AVEK (siehe unten).
Das strategische Ziel von Pixoff.net ist die Vernetzung verschiedener Partner aus Industrie und Medienkultur wie gemeinnützige Organisationen und Gruppen, Filmemacher, Produzenten, nationale Institutionen und internationale Firmen, um die Bandbreite des finnischen Kurzfilms – von Underground-Künstlern bis zu professionellen Filmemachern – einem weltweiten Publikum zugänglich zu machen.
Leider sind die Seiten nicht aus dem Finnischen übersetzt, doch allein wegen der mehr als 300 Spiel-, Dokumentar-, Animations- und Experimentalfilme lohnt sich ein Besuch!
Mit der ersten Bewilligungsrunde im Jahr 2006 fördert AVEK acht digitale Micromovie-Projekte für den mobilen Einsatz mit insgesamt 130.000 Euro. Darunter ein 3-D-Animationsprojekt des Studios Anima Vitae über die Leningrad Cowboys.
AVEK ist eine Einrichtung der finnischen Verwertungsgesellschaft Kopiosto Copyright Society. In Finnland ist AVEK zuständig speziell für Projekte in den Bereichen Kurzfilm, Dokumentarfilm, Medienkunst und audiovisuelle Experimente (für Spielfilme, Installationen und Projekte der dastellenden und bildenden Künste sind andere Einrichtungen zuständig). Zum Förderbereich gehören auch internationale Koproduktionen. Die Produktionsförderung von AVEK ist in die beiden Kategorien Kurzfilme und Medienkunst/Multimedia unterteilt. Für Kurzfilm ist Ulla Simonen und für Multimedia die Medienkünstlerin Milla Moilanen zuständig.

„Optical Sound„ © A Movie
In Großbritannien wurde eine Initiative gegründet, um künstlerische Kurzfilme ins Kino zu bringen. "A Movie" hat 6 Filme in Auftrag gegeben, die im Laufe des Jahres 2006 durch 18 britische Städte auf Tour gehen und in 20 Kinos zu sehen sein werden. Ziel ist es künstlerische Kurzfilme aus den Galerien ins Kino zu bringen. Bei der Auswahl wurden insbesondere Arbeiten berücksichtigt, die bewußt den Kinokontext reflektieren. Die Kurzfilme werden als Vorfilme zu ausgewählten Spielfilmen in Filmkunsttheatern gezeigt. Die teilnehmenden Künstler sind Daria Martin (USA), Jimmy Robert (F/NL), Mark Leckey (UK), Mika Taanila (FIN), Imogen Stidworthy (UK) und Yang Fudong (China).
Auftraggeber waren South West Screen und Film London. Produziert wurden die Filme von LUX und Spacex.
Quelle: Film London

Future Cinema London © Future Shorts
Die britische Initiative Future Shorts hat auf dem Kurzfilmfestival in Clermont-Ferrand ihr neues Distribution Label vorgestellt. Geplant ist der weltweite Vertrieb einer Auswahl besten Kurzfilme aus dem Repertoire der Tourprogramme von Future Shorts. Außerdem soll im Laufe des Jahres ein eigenes DVD-Label auf den Markt kommen.
Future Shorts ist in den vergangenen Jahren insbesondere durch seine Kurzfilm-Tourneen und exzentrischen Kurzfilmevents im Rahmen anderer Festivals, wie zum Beispiel dem London Film Festival, bekannt geworden. Überraschend schnell gelang es der Initiative nicht nur in britischen Kinos, sondern auch im Ausland Fuß zu fassen. So gab es in der jüngsten Vergangenheit unter anderem in Paris, Brüssel, Moskau und Lissabon Future-Shorts-Programme zu sehen. Zum Repertoire gehören bekannte und erfolgreiche Kurzfilme wie unter anderem "Tango", "Harvie Krumpet" oder "Staplerfahrer Klaus".
Die Aktivitäten werden weitgehend durch die Kooperation mit Partnern und Sponsoren finanziert. Zu diesen gehören Miramax/Weinstein, Nokia und Stella Artois. Den teilnehmenden Filmemachern wurden bislang Verträge angeboten, die nur die Abgabe der Aufführungsrechte, aber keine Lizenzgebühren vorsehen. Begründet wird dies mit dem nicht-gewerblichen Charakter der Veranstaltungen, obwohl die lokalen Veranstalter beziehungsweise Kinos Leihmieten zahlen und Eintritt nehmen.
Kontakt: distribution
futureshorts.com